Handlungskompetenz


Führung heisst – sicherstellen – dass die einzelnen Organisationseinheiten
ihren autonomen Handlungsspielraum im Dienste des gemeinsamen Ganzen ausfüllen.


Handlungskompetenz = Leadership & Führungskompetenz

Führen ist ein hochenergetischer Prozess. Im Mittelpunkt aller Führungsbemühungen steht das Problem der Motivation von Mitarbeitern.

Nach vielen Jahren intensiven Forschens haben Verhaltenswissenschaftler, allen voran der Amerikaner Frederic Herzberg festgestellt, dass die weitverbreitete Annahme von Führungskräften, sie könnten durch Einwirkung von aussen einen „Motivationsgenerator“ im Mitarbeiter installieren, ein totaler Reinfall ist.
Das Fehlen von „Hygenie-Faktoren“ wie z.B. ein gutes Mitarbeiter-Vorgesetzten-Verhältnis oder grosszügige soziale Nebenleistungen können einen Mitarbeiter unglücklich bzw. unzufrieden machen. Ihr vorhanden sein wird jedoch nicht bewirken, dass er mehr leistet. Auch durch im Wesentlichen bedeutungslose Änderungen der Aufgaben eines Mitarbeiters lässt sich das gewünschte Ziel – den Mitarbeiter zu motivieren – nicht erreichen.

Der einzige Weg, einen Mitarbeiter zu motivieren besteht darin, ihm eine solche Arbeit zu geben, die für ihn eine Herausforderung bedeutet, bei der er Verantwortung übernehmen kann und mit der er wachsen kann. (Von Wolfgang Seidel)


Selbstmanagement –
Der Chef ist stets das Vorbild, auch dann wenn er es nicht ist!

Verhalten ist nicht immer Verhalten. Die Anforderungen an Führungskräfte sind in der heutigen schnelllebigen Unternehmenswelt hoch und weisen zahlreiche Details auf. Es gibt kein allgemein gültiges Anforderungsprofil für Führungskräfte. Eine generelle Basis macht auch keinen Sinn, weil Einflussfaktoren wie Hierarchiestufe, Organisationsstruktur, Unternehmensgrösse und Aufgabenbereich bei jeder Stelle sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Zudem ist unklar, welche Ausprägung jeder einzelnen Charakteristika erforderlich ist, um eine Führungskraft ideal erscheinen zu lassen.

Selbstmanagement nach Palmer

Das Modell für Selbstmanagement von Sally Palmer beschreibt die drei Ansatzpunkte Zeitmanagement, Bestimmtes Verhalten und Stressmanagement. Die bewusste Handhabung dieser Aspekte soll einer Führungskraft helfen, sich selbst besser zu führen. Wir werden diese Aspekte der Selbstentwicklung im Leadership-Training genau unter die Lupe nehmen.

Bestimmtes Verhalten

Bestimmtes Verhalten unterscheidet sich von aggressivem oder unterwürfigem Verhalten. Die Führungskraft entscheidet und kommuniziert zielgerichtet, ist kompromissbereit, offenbart sich selbst und zeigt Verhandlungsgeschick und Kontinuität.

Stress-Management

Stress kann nicht vollkommen verhindert werden, da meistens externe Einflussfaktoren dafür verantwortlich sind. Führungskräfte können jedoch lernen, gezielt und effizient damit umzugehen. Zuerst wird die Ursache von Stress ermittelt. Die einfachste, aber nicht immer realisierbare Lösung ist die Beseitigung des Auslösers. In allen übrigen Fällen wird eine andere geeignete Methode gesucht, um den Stress zu bewältigen.