Reform der Altersvorsorge vs Systemwechsel


Aufgerüttelt durch die Medienpräsenz der vorliegenden Abstimmungsvorlagen: Zusatzfinanzierung und Reform der Altersvorsorge mit Abstimmung am 24.09.2017, konnte ich es nicht lassen, mir auch ein paar Gedanken zu den Vorlagen zu machen und komme ernüchternd zum Schluss: Welche Reform? Und welche Finanzierung?

Unter Reform verstehe ich sicher nicht das vorliegende Paket, so wie es vom Bund und deren Supportern aufgestellt wurde!

Seit bald Jahrzehnten operieren wir an den bestehenden Konzepten mit immer neuen Strategien, wie das in die Jahre gekommene System mit irgendwelchen „Add ons“ nicht nachhaltiger, aber zeitig verbessert werden könnte. Man diskutiert immer immer wieder um die Themen: Mehrwertsteuer, Alter, Frauen und Beiträge. Alle diese Themen veranlassen soziale, emotionale und auch zwischenmenschliche Debatten aus, die sicher der demografischen Entwicklung entsprechend Rechnung tragen sollten. Wir lieben die kontradiktorische Gespräche, denn jeder kann mitreden – von jung bis älter. Aber, diese Auseinandersetzungen lösen nur die Zugehörigkeiten, nicht aber die Lösungen. Ist die Regierung nicht mehr fähig grundlegende Veränderungen herbeizuführen, die nachhaltiger sind?

Sind wir alle nicht mehr bereit für neue, allenfalls kontroversen und im Moment nicht abzuschätzende Risiken einzugehen? So wie 1985 (BVG), als die Einführung der 2. Säule bestimmt wurde?

Wie gesagt, ich wurde aufgerüttelt mir auch meine Gedanken zu machen, die da sind:

Um auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen aus der Übung zu gewinnen, müsste wir doch das Obligatorium der 2. Säule wieder abschaffen, die AHV soweit erhöhen durch Beiträge der Mehrwertsteuer, dass ein AHV Beitrag resultiert, der eine lebenswerte Mindestrente garantiert. Folglich eine Wiedereinführung der Lebensversicherung auf freiwilliger Basis durch den Arbeitnehmer (sogenannte Selbstverantwortung). Dadurch könnten die Löhne gesenkt werden um einen Teil der Sozialkosten, woraus eine neue Lohnbasis entsteht, die auch im internationalen Vergleich wieder volkswirtschaftlichen Gewinn erbringen kann. Die Mehrwertsteuer-Erhöhung wird im Vergleich zu den umliegenden EU-Staaten moderat bleiben, zumal durch die Lohnanpassungen neue Vergleiche geschaffen würden.

Diese Freigeist-Idee ist nicht nachgerechnet und auch nicht im Sinne einer asozialen Richtung entstanden, zumal mit dem Ausgleich durch die Mehrwertsteuer eine soziale Verträglichkeit aufgebaut werden kann. Die Idee berücksichtigt aber klar die zunehmenden Entwicklungen seitens der sozialen Ausbeutung durch BVG Bezügen mit unkontrollierten Ausgaben. Bsp. Sozialgeldbezüge infolge Misswirtschaft bei Auslandaufenthalten nach Rückkehr in die CH.

Wie gesagt, eine Idee!

 

 

Besten Dank für Deinen Kommentar/Referenz